Die Miete bestimmt den Preis
Ein Einfamilienhaus wird meist über Vergleichspreise pro Quadratmeter bewertet. Bei einem Mehrfamilienhaus zählt dagegen vor allem, was es einbringt. Käufer und Banken schauen deshalb zuerst auf die Jahresnettokaltmiete – also die Miete ohne Nebenkosten, die heute tatsächlich gezahlt wird.
Der Faktor
Der Kaufpreisfaktor sagt, wie viele Jahresmieten ein Käufer bezahlt. Bringt ein Haus 60.000 € Miete im Jahr und wird für 900.000 € verkauft, liegt der Faktor bei 15. In begehrten Großstadtlagen zahlen Käufer deutlich höhere Faktoren als in ländlichen Regionen, weil sie dort mit stabilen Mieten und Wertsteigerung rechnen.
Die Rendite
Die Bruttorendite ist die Kehrseite des Faktors: Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis. Faktor 15 entspricht rund 6,7 %. Für Käufer ist die Rendite der wichtigste Vergleichswert – für Verkäufer lohnt es sich zu wissen, welche Rendite Investoren in ihrer Region erwarten.
Was den Wert verändert
Zustand von Dach, Heizung und Fenstern, die Energieklasse, Leerstand, die Mieterstruktur und eine vorhandene Teilungserklärung verschieben den Preis spürbar. Eine erste Orientierung gibt unser Bewertungsrechner, eine belastbare Einschätzung bekommen Sie im persönlichen Gespräch.
